Schön wär’s, aber es ist falsch!

02. 09. 2008

Mit den Worten „Schön wär’s, aber es ist falsch!“ kommentiert der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Ost-KVen, der brandenburgische KV-Vorsitzende Dr. med. Hans-Joachim Helming, die von dpa verbreitete Meldung, wonach die niedergelassenen Ärzte in den neuen Bundesländern im kommenden Jahr mit einem Honoraranstieg um 700 Millionen Euro rechnen können.

Zitiert wird mit diesen Worten der Gesundheitsstaatssekretär im BMG, Rolf Schwanitz (SPD). „Solche Äußerungen bei diesem sensiblen Thema sind einfach nicht akzeptabel. Damit wird den Menschen eine Wirklichkeit vorgegaukelt, die es so gar nicht gibt“, kritisierte Dr. Helming. Für die Vertragsärzte im Osten seien nach zähen und sehr kontrovers geführten Verhandlungen rund 200 Millionen praktisch in letzter Minute zugesagt worden. „Und auch die müssen wir erst einmal bekommen“, so Helming.

Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Ost-KVen hob noch einmal das Engagement der verantwortlichen ostdeutschen Minister und der Bundestagsabgeordneten aus dem Osten hervor, die sich sehr für eine Angleichung der Finanzmittel zur ambulanten medizinische Versorgung der Menschen in den neuen Bundesländern eingesetzt hatten.

Mit derartigen Äußerungen wie jenen des Herrn Schwanitz, die durch wenig Sachkenntnis geprägt sind, wird der Bevölkerung suggeriert, dass sich die Ärzte im Osten, die seit über 15 Jahren rund ein Drittel ihrer erbrachten Leistungen nicht honoriert bekommen, nun goldene Nasen verdienen würden und dass deshalb die Bevölkerung höhere Beiträge zahlen müsste.“

Hier träfen sich die weltfremden, die Öffentlichkeit bewusst irreführenden Argumentationslinien der Herren Lauterbach und Schwanitz in beängstigender Weise, so Helming.

 

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