Geballter Unsinn!

Vorsitzender der KV Brandenburg weist Vorwürfe des „Spiegel“ zurück

12. 04. 2010

Potsdam. Als „Unsinn, weil in der Sache vollkommen falsch“, weist der Vorsitzende der KV Brandenburg, Dr. med. Hans-Joachim Helming, die in der Ausgabe vom 12.4.2010 des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ erhobenen Vorwürfe gegen die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) zurück.

Die vom „Spiegel“ als „Verursacher“ des Ärztemangels identifizierten KVen „engagieren sich im Gegenteil massiv für die Ansiedlung von Ärzten in ländlichen Regionen. Konkrete finanzielle Anreize, Umsatzgarantien, strukturelle Anreize, gemeinsames Bewerben mit den Kommunen, Jobbörsen, Existenzgründertage, die Schaffung von Weiterbildungsnetzwerken, das Werben an den Universitäten – all das sind Maßnahmen, die wir seit mehreren Jahren durchführen.“

Angesichts dieser Tatsachen auf die KVen zu zeigen und sie der Unfähigkeit zu bezichtigen, ja sogar als Verursacher zu diffamieren, wie es der „Spiegel“ tut, sei weder sachlich eine Hilfe noch bringe es die Diskussion insgesamt weiter. Haus- und Fachärzte führten gemeinsam die KVen und entschieden gemeinsam. Das sei die Realität.

„Die Hausärzte in Brandenburg sind weder im Honorar noch in der Beachtung gegenüber ihren fachärztlichen Kollegen schlechter gestellt“, sagte Helming. Im Gegenteil. Finanzielle Unterstützung bei der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin, Investitionskostenzuschüsse bis zu 50.000 Euro bei Ansiedlung in schlechter hausärztlich versorgten Regionen seien nur zwei von vielen Beispielen.

Ärzte dazu zu bewegen, in ländlichen Regionen tätig zu werden, sei eine Aufgabe, der sich die Gesellschaft insgesamt stellen müsste. Infrastrukturelle Bedingungen vor Ort, die politischen Rahmenbedingungen insgesamt, Honorierung und beispielsweise Abbau der Bürokratie seien Dinge, die von den KVen allein überhaupt nicht zu entscheiden sind, so der KV-Chef.

 

Für die Redaktionen:

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der
KV Brandenburg, Herrn Ralf Herre, Tel.: 0331/28 68-196